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Bio Chiasamen (Salvia hispanica)

Seit 2001 beschäftigen wir uns intensiv mit dem Anbau und der Vermarktung von Chiasamen.
Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne detaillierte Produktspezifikationen zu.
Mögliche Zertifizierungen
  • EU-Öko-Verordnung EC 834/2007
  • USDA/NOP
  • BioSuisse
  • Naturland
Ursprünge
  • Mexico
  • Bolivien
  • Paraguay
  • Peru
  • Uganda

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Bio Chiasamen (Salvia hispanica)
ProduktübersichtGebindegrößen
  • 25 kg-Säcke
  • Big-Bag
Dienstleistungen
  • CO2-Druckbehandlung
  • Reinigung
  • Entkeimung
  • Farbsortierung
  • Metalldetektor
  • Entsteiner

Woher kommt Chia bzw. die Chia Samen?

Die Chia Pflanze wurde vor über 2.000 Jahren bereits von den Mayas im heutigen Mexiko, in Guatemala und in Belize angebaut. Die Mexikanische Chia Pflanze (Salvia hispanica) gehört der Gattung des Salbei (Salvia) innerhalb der Familie der Lippenblütler an. Die Samen der Pflanze wurden schon damals als Lebensmittel verwendet, weshalb sie als Kulturpflanze angebaut wurde. Die Chia Pflanze ist ein krautiges, einjähriges Gewächs. Für ein gutes Gedeihen benötigt sie durchlässige und nährstoffreiche Böden in geschützten und sonnigen Lagen. Chia wächst bevorzugt in tropischen bis subtropischen Regionen und gedeiht auch gut in höheren Lagen.

Ihren lateinischen Namen Salvia hispanica verdankt sie ursprünglich dem bekannten Botaniker Carl von Linné. Er kann jedoch leicht irreführend wirken, da der spanische Salbei eine verwandte Art meint. Im deutschen Sprachgebrauch setzte sich so die Bezeichnung Mexikanische Chia durch. Der Begriff „Chia“ stammt aus der Nahuatl-Sprache (auch bekannt als Aztekisch) und bedeutet ölig. In dieser damals sehr gebräuchlichen Sprache der Mexikaner aus der vorspanischen Zeit beschreibt er die kraftspendenden Eigenschaften der Samen.

Die Chia Samen wurden in ihren Anbauregionen von Anfang an vielfältig eingesetzt. So galt Chia in Mexiko als ein wichtiges Grundnahrungsmittel und wurde damals schon zur Ölgewinnung genutzt. Auch wurde der Nutzen von Chia bereits früh beschrieben. Chia oder genauer gesagt - überwiegend die Samen der Chia Pflanze - wurde als wichtiger Bestandteil von Rezepten zur Heilung allerlei häufiger Leiden eingesetzt. Aber auch im Alltag wurde er gerne als Energiespender für die Nachrichten-Boten, welche von einer zur anderen Maya-Stadt gelaufen sind, zu religiösen Zwecken, als Nahrungsmittel oder zur Herstellung von Farben verwendet. Bereits die Maya sprachen, beruhend auf deren Nährstoffgehalt, den kleinen Samen die unterschiedlichsten Heilwirkungen zu. Die damaligen Bewohner Zentralamerikas verwendeten die Chia Samen für ein Getränk namens Iskiate. Vermischt mit zum Beispiel Obstsäften oder Tee sollte es nach einer angemessenen Quellzeit getrunken werden, um die anregenden Eigenschaften zu erfahren. Bei dem mexikanischen Volk der Tarahumara, die als Langstreckenläufer bekannt sind, soll dieses Getränk der entscheidende Proviantbegleiter gewesen sein, um barfuß bis zu 170 Kilometer am Stück zu laufen.

Nicht zuletzt der Trend in unserer Ernährungsweise hin zu gesunden Superfoods führte zu einer Renaissance der Chia Samen. Ihre Beliebtheit in der westlichen Welt ist in den vergangenen Jahren beträchtlich angewachsen. Inzwischen wird Chia auch in anderen Anbauregionen kultiviert. Wenn Sie jedoch ursprüngliche, „echte“ Chia Samen haben wollen, dann sollten Sie mexikanische Chia Samen von Naturkost Übelhör kaufen!

Was sind Chia Samen (engl. Chia Seeds)?

Chia Samen sind die Samen der gleichnamigen Pflanze. Chia gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiacea). Ihr botanischer Name lautet Salvia Hispanica L. Die Chia Pflanze ist eine Salbeiart. Sie wird ca. 1,20 Meter hoch. Die kleinen, in sogenannten Scheinquirlen wachsenden Blüten, gibt es in den zwei Farben weiß und violett-blau. Aus den violetten Blüten entwickeln sich überwiegend schwarze Samen, aus den weißen Blüten die weißen Samen. Chia möchte zur passenden Zeit Regen, braucht dabei aber eher trockene Böden und ein insgesamt trockenes Klima. Während der Ernteperiode sind Regen und Wind nicht gerne gesehen. Der Wind lässt die reifen Chia Samen aus der Rispe (Kalix) fallen und Regen ruft leider das bekannte Quellen der Chia Saat hervor. Bei beiden Witterungsgegebenheiten ist die Chia Saat für die Ernte verloren.

In Mexiko wird einmal jährlich Anfang bzw. Mitte Dezember geerntet. Hier kommen große Mähdrescher zum Einsatz, um die Mega-Felder zu ernten. Sind die Dreschkammern voll, werden die Chia Samen in großen Anhängern in die Reinigungsanlage unseres Tochterunternehmens Naturkost de Mexico transportiert. Nach der Reinigung und Abpackung startet die mexikanische Chia ihren Weg in die ganze Welt.

Chia kann in einem Gürtel bis circa 30 Grad nördlicher und südlicher Breite gedeihen. Die Bodenqualität und die klimatischen Bedingungen müssen unbedingt passend für die Lippenblütler-Pflanzen sein. Außerhalb dieses Gürtels wächst vielleicht noch die Chia Pflanze, aber sie wird im Regelfall keine Samen ausbilden.

Warum soll ich Chia Samen essen?

Chia Samen (Chia Seeds) sind einfach unheimlich vielfältig einsetzbar. Durch den minimalen Eigengeschmack können sie süßen und salzigen Speisen, aber auch vielen Getränken zugesetzt werden.

Die einfachste Zubereitungsart ist die Herstellung des sogenannten Chia Gels: dafür einfach einen Esslöffel Chia Samen (15 Gramm) in circa 125 Milliliter stilles, kaltes Wasser geben – andere Flüssigkeiten sind auch möglich, sofern keine Kohlensäure enthalten ist - und zehn Minuten quellen lassen. Dabei ist es hilfreich immer mal wieder umzurühren, um einer eventuellen Klumpenbildung vorzubeugen. Chia Samen haben die besondere Fähigkeit bis auf das 12-fache ihres Eigengewichtes aufzuquellen. Somit kommt es zu einer relativ starken Flüssigkeitsbindung und Volumenerhöhung. Dieses spezielle Phänomen macht sich die Ernährungsindustrie schon länger zu Eigen: Sie bindet damit Wasser in Brot – somit bleibt das Brot länger feucht; sie produziert mit Chia Aufstriche und Cremes und kann somit auf den Einsatz von Gelatine verzichten. Doch diesen Umstand kann sich nicht nur die Industrie positiv zunutze machen, sondern auch individuell jeder einzelne Mensch. Diese Verwendungsmöglichkeit erleichtert natürlich im speziellen allen Personen, die sich vegan ernähren das Leben. Chia gilt nämlich als bewährter hervorragender Ei-Ersatz in Kuchen oder vielen anderen Gerichten. Er bewirkt die notwendige Bindung mittels der löslichen Ballaststoffe im Produkt – eben auch ohne Ei.

In den letzten Jahren hat sich eine beachtliche Vielfalt an neuen, vorher bei uns eher unbekannten Lebensmitteln entwickelt. So ist häufig von den sogenannten Superfoods wie zum Beispiel den Goji-Beeren, Maca oder Matcha-Tee die Rede. Chia Samen werden dabei gerne ebenfalls als Superfood bezeichnet. Doch was sind Superfoods eigentlich genau? Eine einheitliche oder gar offizielle Definition ist bislang nicht vorhanden. Es steht sogar die Überlegung an, die Bezeichnung „Superfood“ zu verbieten. Meist sind bei Superfoods einfach Lebensmittel mit hoher (Mikro)-Nährstoffdichte gemeint. Sie enthalten relativ große Mengen an Vitaminen oder Mineralstoffen, möglicherweise auch an sekundären Pflanzenstoffen, aber auch Eiweiß oder ungesättigte Fettsäuren. Frisch, findet man die Superfoods am Markt eher selten, sondern oftmals getrocknet, als Extrakt oder als Nahrungsergänzungsmittel. So werden auch Chia Samen zum Beispiel als Anreicherung - wie bei Brot mit Chiasamen - verwendet. Man könnte sagen, dass sich die sogenannten Superfoods oftmals durch einen hohen Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen auszeichnen. Natürlich stammen sie oft aus exotischen Herkunftsländern außerhalb der Europäischen Union. Allerdings gelten auch einige einheimische Gemüse oder Früchte als Superfood: so unter anderem dunkle Beeren wie die Blaubeeren oder Brombeeren. Ebenso fallen rote Weintrauben darunter. Daneben zählen alt eingesessene heimische Gemüse wie Grünkohl oder Rotkohl dazu. Goji Beeren, Chia Samen, Maca und Lucuma sind zweifelsohne spannende und innovative Produkte, welche ihren Weg zu uns nach Europa gefunden haben und die Vielfalt der Lebensmittel enorm bereichern.

Aber warum soll ich eigentlich Chia essen? Ein wichtiger Grund ist, das Chia neben seiner beachtlichen Quellfähigkeit durch die vielen Ballaststoffe auch einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren enthält. Chia Samen bestehen zu einem nicht unerheblichen Prozentsatz aus der Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure. Besonders im Chiaöl ist diese konzentriert vorhanden. Ein weiteres nicht zu unterschätzendes Plus sind die stark quellenden Eigenschaften der Chia Samen. Zehn Minuten in Wasser eingeweichte Chia Samen können zudem dem Körper helfen Flüssigkeit zu speichern und zum Beispiel beim Sport oder großer Hitze den Wasserhaushalt auszugleichen. Dabei liegen sie nicht schwer im Magen – ein großes Plus für Menschen die sich gerne bewegen.

Was bewirken Chia Samen (im Körper)?

Chia Samen enthalten zu circa 31 Prozent Ballaststoffe. Da die typische westliche Ernährung tendenziell viel zu wenig Ballaststoffe beinhaltet, ist das ein großer Pluspunkt. Die in den winzigen Chia Samen steckenden löslichen Ballaststoffe binden immens viel Wasser und vergrößern somit das Nahrungsvolumen erheblich. Das anschaulichste Beispiel ist das Chia Gel: zur Herstellung einen Esslöffel Chia Samen (15 Gramm) in circa 125 Milliliter stilles, kaltes Wasser einrühren und dann zehn Minuten quellen lassen. Fast das gesamte Wasser-Volumen wird dabei von den Samen vereinnahmt. Die wasserlöslichen Ballaststoffe bilden eine durchsichtige Hülle um den Samenkern.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bewirken Ballaststoffe viele positive Vorgänge im menschlichen Körper. Sie empfiehlt für einen Erwachsenen eine Verzehrmenge von mindestens 30 Gramm Ballaststoffen am Tag. Die DGE sagt, dass „Ballaststoffe wichtige Funktionen im Verdauungstrakt erfüllen und positive Wirkungen auf den Stoffwechsel haben.“ Ballaststoffe „regen den Darm an und beugen somit Verstopfungen vor …“ „Blutfettwerte sowie Cholesterolspiegel können bei einer hohen Zufuhr an Ballaststoffen gesenkt werden.“

In Chia Samen ist die essentielle, mehrfach ungesättigte Fettsäure Omega-3 enthalten. Omega-3 Fettsäuren kommen, gut für den menschlichen Körper verwertbar, eigentlich nur im See-Fisch vor. Omega-3 aus pflanzlichen Rohstoffen ist daher gerade für Veganer so wertvoll. Essentiell bedeutet, dass ein Stoff lebensnotwendig ist und der Körper ihn nicht selbst produzieren kann. Omega-3 Fettsäuren erfüllen eine Vielzahl von Aufgaben im menschlichen Körper. Eine hohe Konzentration von Omega-3 Fettsäuren liegt im kaltgepressten Chia Samenöl vor. Der Fettanteil in den Chia Samen beträgt gut 30 Prozent. Deshalb eignen sie sich hervorragend zur Ölgewinnung.

Ein weiterer Vorteil: Chia Samen sind von Natur aus glutenfrei und somit für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) bestens geeignet. Gluten ist ein Eiweiß, welches sich in unseren regulären Brotgetreiden befindet. Dieses ist unter anderem dafür verantwortlich, dass das Getreide backfähig und das Brot weich und elastisch wird. Menschen die an einer Unverträglichkeit gegenüber Gluten leiden, müssen die üblichen Brotgetreide wie Weizen, Gerste oder Roggen meiden und ernähren sich daher mit glutenfreien Alternativen wie Quinoa, Amaranth, Chia Samen, Leinsamen und einigen weiteren.

Warum ist die tägliche Verzehrsmenge an Chia Samen begrenzt?

Chia Samen (Salvia hispanica) fallen unter die europäische Novel Food-Verordnung (d.h. Neuartiges Lebensmittel). Diese betrifft alle Lebensmittel, welche vor dem 15. Mai 1997 gar nicht oder nicht in ausreichender Menge in der EU verzehrt wurden. Chia war hierzulande lange unbekannt und wurde erst um das Jahr 2000 in Mexiko „wiederentdeckt“. Aus diesem Grund mussten die Chia Samen in der EU als Novel Food zugelassen werden. Dieser Vorgang dauerte ein paar Jahre und im Jahr 2009 wurden die Chia Samen dann erstmals in der EU als Lebensmittel zugelassen. Aufgrund dessen, dass Chia Samen in der EU lange Zeit gar nicht bekannt waren, will die EU mit dieser Verordnung sicherstellen, dass keine gesundheitlichen Gefahren von den kleinen Samen für die EU-Bürger ausgehen können. Somit kam es nach und nach zur heutigen Mengenregulierung auf 15 Gramm Verzehrmenge pro Tag und Person. Für die Hersteller bedeutet das auch, dass die maximale Aufnahmemenge von Chiasamen für deutsche und europäische Verbraucher auf den Verpackungen zwingend deklariert werden muss. Allerdings sollte man auch erwähnen, dass es in vielen anderen -außereuropäischen - Ländern gar keine Grenzwerte für den Verzehr von Chia Samen gibt. Weitere Länder haben wiederum einen viel höheren Grenzwert als hier in der EU festgelegt.

Wie sind die Inhaltsstoffe?

Chia Samen enthalten viele lösliche Ballaststoffe und eine erhebliche Menge an Omega-3- Fettsäuren.

Nährwerte

Chiasamen (Chia Seeds)
(Salvia hispanica)
pro 100 gpro Portion (15g)GDA* pro Portion
Energie444 kcal (1.832 kJ)66 kcal (275 kJ)3,3 %
Fett31 g4,7 g6,7 %
davon gesättigte Fettsäuren3,8 g0,6 g3,0 %
Kohlenhydrate4,5 g0,7 g0,3 %
davon Zucker0,8 g0,1 g0,1 %
Ballaststoffe31,4 g4,7 g18,8 %
Eiweiß21,2 g3,2 g6,4 %
Salz0,03 g< 0,01 g< 0,08 %
mehrfach ungesättigte Fettsäuren24,2 g3,6 g22,5%
davon Omega 6 Fettsäuren5,7 g0,9 g6,4 %
davon Omega 3 Fettsäuren18,5 g2,8 g> 100%
*Prozent der empfohlenen Tageszufuhr
Bezogen auf Referenzwerte der D-A-C-H, empfohlen pro Tag für eine nicht
schwangere, gesunde Frau im Alter zwischen 25 und 51 Jahren.

Gerade der Anteil an essentiellen Omega-3-Fettsäuren (2,8 g / 15 g) ist bemerkenswert.
In der gleichen Portion stecken zudem noch ca. 4,7 g Ballaststoffe.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt für Ballaststoffe (Nahrungsfasern) einen Richtwert von mindestens 30 g pro Tag bei einem Erwachsenen an. Da sind die fast 5 Gramm Ballaststoffe pro Esslöffel Chia gar nicht so wenig.

Der Vergleich Chia versus Leinsamen

Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten sollten bei einem Vergleich gründlich von mehreren Seiten betrachtet werden: Chia wird überwiegend in Lateinamerika angebaut, Leinsamen überwiegend in Kasachstan, Kanada, China und Indien. Insofern kann man nicht behaupten, dass Leinsamen hier heimisch wäre. Kürzere Lieferwege nach Deutschland sind also kein Argument für den Leinsamen.

Die Ertragsmenge von Chia liegt bei einer guten Ernte ungefähr bei etwa 600 Kilogramm pro Hektar Ackerfläche. Bei Leinsamen liegt der Ertrag bei fast 1.500 Kilogramm pro Hektar. Auf der gleichen Fläche wächst also rund dreimal mehr Leinsamen als Chia Samen. Von den Inhaltsstoffen sind beide Saaten fast gleich. Chia Samen besitzen allerdings etwas mehr Omega-3-Fettsäuren. Signifikant unterschiedlich ist jedoch das Wasseraufnahmevermögen der beiden: Chia Samen quillt deutlich mehr auf als Leinsamen. Chia Samen nehmen bis zum 12-fachen, Leinsamen dagegen nur circa das 4-fache ihres jeweiligen Eigengewichtes an Flüssigkeit auf. Die hervorragenden Quelleigenschaften von Chia bieten dazu den erheblichen Vorteil, dass Gerichte wie Gelees oder Pudding leicht zubereitbar sind. Auch signifikant verschieden ist der Geschmack. Leinsamen haben einen relativ starken Eigengeschmack, wobei Chia Samen deutlich geschmacksneutraler und milder sind. Dadurch sind sie auch leichter mit anderen Lebensmitteln kombinierbar. Weiterhin enthalten Chia Samen - wie beschrieben - einen etwas höheren Anteil an Omega-3-Fettsäuren wie Leinsaat.

Wie schmecken Chia Samen?

Chia Samen haben fast keinen Eigengeschmack und sind damit annährend geschmacksneutral – vielleicht ein wenig nussig im Geschmack. Dieser Umstand lässt zu, dass man die Chia Samen unkompliziert und vielfältig in den täglichen Speiseplan und in unzählige Rezepte einarbeiten kann. Wie wäre es mal mit einem leckeren Chia-Pfannkuchen? Einfach das Ei durch ein Esslöffel Chiamehl ersetzen und ansonsten wie gewohnt zubereiten. Chiamehl kann in der heimischen Küche in einer Mohnmühle oder in einem schnellen Hochleistungsmixer selbst hergestellt werden. Durch den hohen Öl-Gehalt in der Saat, ist das Vermahlen eventuell nicht ganz so einfach. Auf jeden Fall bietet sich eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten: Einfach in das Müsli, Smoothie oder Brot, in Aufstriche, Kuchenteige, Bratlinge oder Pesto geben – Chia kann aufgrund seines neutralen Geschmacks überall hinzugefügt werden. Wer dabei immer die 15 Gramm maximale Verzehrmenge an Chia Samen (Chia Seeds) pro Tag und Person im Hinterkopf hat, liegt goldrichtig. Übrigens: Wen die schwarzen Punkte im Essen aus optischen Gründen stören, der kann auf weiße Chia Samen zurückgreifen. Diese haben die gleichen Inhaltsstoffe, sie stammen nur von einer weiß blühenden Pflanze.

Wie kann ich Chia Samen verwenden?

Chia Samen sind umfangreich einsetzbar: grundsätzlich sind sie pur, gemahlen oder in aufgequollener Gel-Form zu verwenden – sie sind damit eine tolle Alternative für Veganer oder auch im Rahmen eines glutenfreien Speiseplans. Das Chia Gel kann in der Küche zum Beispiel Gelatine oder auch Puddingpulver ersetzen. Nicht zu vergessen ist, dass Chia Samen für Menschen welche sich vegan ernähren, eine große Bereicherung im Speiseplan darstellen können. Neben dem hohen Anteil an löslichen Ballaststoffen sind viele weitere wichtige Nährstoffe (Omega-3 Fettsäuren), die oftmals sonst eher in tierischen Produkten zu finden sind, in Chia Samen enthalten. Ihr großer Verwendungsbereich als rein pflanzliches Dickungsmittel beim Backen und Kochen ist ein weiterer Pluspunkt.

Wenn Chia Samen mit Wasser vermischt werden, entsteht das sogenannte Chia Gel. Außer Wasser kann auch Saft oder (Pflanzen)-Milch verwendet werden – kohlensäurehaltige Flüssigkeiten sollen vermieden werden. Dazu sollten die Chia Samen mit der Flüssigkeit in einem Mischungsverhältnis von circa 1 zu 8 gemixt werden. Anschließend muss das fertig gequollene Chia Gel (nach ca. 15 Min.) am besten im Kühlschrank kalt gestellt werden. Das Gel kann mit einer Vielzahl von Lebensmitteln kombiniert werden: Saucen, Senf oder Salatdressings, aber auch Marmelade oder Joghurt und Müslis und vielem mehr.
Bei der Verwendung von mehreren trockenen Komponenten ist es ratsam diese im Vorfeld miteinander zu vermischen und erst anschließend die Flüssigkeit hinzuzugeben. Dies bietet sich beispielsweise bei Bratlingen, Kuchen oder Broten an. Bei der Zugabe zu Flüssigkeiten darf das Rühren nicht vergessen werden, denn sonst bilden sich unschöne Klumpen aus, welche gerade bei Getränken den Trinkgenuss schmälern können.

Das Chia Gel kann auch problemlos auf Vorrat produziert werden. Dazu das Gel in einem verschließbaren sauberen Krug, einer Karaffe oder einem Marmeladenglas anrühren und im ausgequollenen Zustand in den Kühlschrank stellen. Das Chia Gel kann dort drei Tage gelagert und immer bei Bedarf verwendet werden.
Wichtig ist, dass die Samen viel Wasser bzw. Flüssigkeit zum Quellen haben.

Schauen Sie doch gerne mal auf unsere Sachia® Chia –Seite https://www.sachia.de/index.php?Rezepte:
hier sind viele tolle Rezeptvorschläge zu finden. Sie werden stauen wie unkompliziert, vielseitig und kreativ die Samen in der Küche eingesetzt werden können.

Grundlegend muss man bei der Verwendung von Chia Samen darauf achten, dass immer genügend Flüssigkeit mit verzehrt wird. Nur im ausgequollenen Zustand, können die Samen ihre Wirkungsweise entfalten.

Wie schon erwähnt, hat die EU Chiasamen als Novel Food deklariert. Somit gibt es für unterschiedliche Produkte unterschiedliche Mengen an Chia, welche die Industrie dem Produkt zusetzen darf.
Hier eine grobe Übersicht:
- Broterzeugnisse: max. 10% Chia Samen und maximal 5% Chiasamen-Mehl
- Frühstückscerealien: max. 10% Chiasamen
- Frucht-, Nuss- und Saaten-Mix: max. 10% Chiasamen
- Fruchtaufstriche: max. 1% Chiasamen
- Konserven auf Getreide- oder Linsen-Basis: max. 5% Chiasamen
- Frucht- oder Gemüsesäfte: max. 15g
- Joughurt: max. 1.3% Chiasamen
Warum dies so unterschiedlich und warum es überhaupt eine Zulassung für weitere Produkte bedarf, können wir nicht sagen. Dies liegt in der Verantwortung der EU.
Naturkost Übelhör hatte als eines der ersten europäischen Unternehmen eine Importgenehmigung für Chiasamen.

Wo kann man Chia Samen (Chia Seeds) kaufen?

Vor Jahren war es noch gar nicht so einfach Chia Samen in Deutschland zu kaufen. Eigentlich fand man sie fast nur in einigen Bioläden oder Reformhäusern. Das hat sich stark geändert – sicherlich auch aufgrund ihres Rufs als sogenanntes Superfood und wegen ihres hohen Nährstoffgehaltes. Ähnlich wie die auch beliebten Goji Beeren – hier ist die Entwicklung ganz ähnlich - gibt es Chia inzwischen in eigentlich jedem Lebensmittelgeschäft oder auch vielen Drogeriemärkten zu kaufen. Selbst im Discounter sind sie heute keine Seltenheit mehr. Fündig werden kann man auch in Apotheken. Natürlich sind Chia Samen ebenfalls über das Internet bei den verschiedensten Anbietern zu erwerben, nicht wenige Online-Shops bieten die Samen an. Preislich liegen die meisten Anbieter nahe beieinander. Generell sind konventionelle Chia Samen günstiger als Chia Samen aus biologischem Anbau, dafür fördert man aber den biologischen Anbau und tut somit gutes für unsere Welt.
Chia Samen sind grundsätzlich recht lange haltbar und eigenen sich insofern auch optimal als Nahrungsmittel für den Vorrat. Sie behalten bei der Lagerung viele Jahre ihren Nährstoffgehalt und ihren Geschmack.

Naturkost Übelhör vertreibt eine Vielfalt an unterschiedlichen Großgebinden. Neben Chiasamen schwarz/weiß, gibt es auch Chiasamen-Mehl und Chiasamenöl. Alle Produkte aus bioilogischem und konventionellem Anbau - in der von der Industrie gewünschten Qualität.
Endverbraucher-Größen werden von Naturkost Übelhör nicht vertrieben.